Pfarrkirche Mariä Geburt

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Pfarrei Gemeinfeld

Gemeinfeld (mit der Muttergotteskirche, erbaut 1737) ist schon seit 1434 Pfarrei. Zu dieser Pfarrei gehören die Filialen Fitzendorf (mit der St. Josefkirche - eigene Kirchenstiftung) und Birkach (mit der Kapelle zu den Hl. Aposteln Phillip und Jakob, erbaut 1348). Außerdem gehören zur Pfarrei Gemeinfeld: Üschersdorf, Erlsdorf, Sulzbach, Gresselgrund und Ditterswind.


Entstehung/Baugeschichte der Kirche

Der Ortsname Gemeinfeld wird im Jahr 1231 erstmals erwähnt. Im Jahr 1434 wurde Gemeinfeld von der Mutterpfarrei Pfarrweisach abgetrennt und zur selbständigen Pfarrei erhoben. Im Ort wird wohl schon früher ein Pfarrer Dienst ausgeübt haben: in einem Bruderschaftsbuch wird 1404 Ulrich von Gemeinfeld als "plebanus" (Leutepreister) genannt.

An der Stelle eines früheren Wasserschlosses - Brücke und Mauerbefestigung weisen heute noch darauf hin - stand seit 1580 die Kapelle "Zu unserer Lieben Frau".

Pfarrer Johann Georg Wienheim leitet seit 1710 die Pfarrei und betrieb den Neubau der Kirche, welche von Balthasar Neumann, der im Dienst der Grafen von Schönborn stand, erbaut wurde. Pfarrer Wienheim starb am 18. Februar 1744 und erlebte damit die Einweihung nicht mehr; er wurde vor dem Hauptaltar begraben.
Weihbischof Dr. J. B. Mayer konsekrierte am 28. Juli 1744 die Kirche.

Im Chorraum sind mehrere Seelsorger und auch Adelige aus Burgpreppach begraben. Der Tod von Pfarrer Raab 1592 wird im Matrikelbuch mit folgenden Worten beschrieben: "Der ehrwürdige und wohlgeb. Herr Wolphgangus Raab, Pfarrer zu Gemeinfeld und Birkach entschlief selig den 14. Mai, das ist am Tage Bonifaci anno 1592 in Domino und ist in der Kirche unter dem Predigtstuhl christlich begraben worden".
Der in den Untergeschossen gotisch gestaltete Turm stammt wohl aus dem 15. Jahrhundert. Der fünfgeschossige Turm enthielt früher im Untergeschoß den Chor, welcher jetzt als Sakristei genutzt wird. Er ist mit einem Kreuzrippengewölbe mit doppelt gekehlten Rippen ausgestattet. Auf der Ostseite befindet sich noch ein kleines, spitzbogiges Fenster mit Nasen aus früherer Bauzeit.


Inneneinrichtung/Kunstwerke

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Das Wappen über den Hochaltar ist dem Grafen von Schönborn gewidmet und trägt folgende Inschrift: "Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn, + 1746".

Die Inneneinrichtung stammt aus der Erbauzeit der Kirche und wurde von Johann Thomas Wagner aus Obertheres - mit Unterstützung des Haßfurter Schreiners Andreas Boll - geschaffen.
Das Altarblatt "Maria mit dem Kind" hat Anna Lizius aus Aschaffenburg gestaltet. Links bzw. rechts vom Altarblatt sind Joachim und Anna, außen St. Vitus mit Hahn und St. Georg mit Drachen dargestellt.

Engel
Engel über dem Seitenaltar

Am linken Seitenaltar wird die Kreuzauffindung mit St. Magdalena und St. Veronika gezeigt.

Der rechte Seitenaltar zeigt die Heiligen 14 Nothelfer mit St. Aquilin, Bischof von Würzburg, und St. Nepomuk.

Der Taufstein - als achteckiges Becken mit der Plastik "Taufe Jesu" ausgeführt - stammt aus der Zeit um 1737.

Die als Polygon gestaltete Kanzel ist mit den vier Evangelisten, Symbolen sowie einem Predigtengel verziert.

In der linken Seitenvitrine werden Maria mit dem Jesu-Kind, St. Sebastian (Pestpatron der Gemeinde, gelobter Feiertag am 20. Januar) und das (emailfarbene) Jesu-Kind gezeigt.

Taufstein St-Sebastian
Taufstein St. Sebastian

 

"Das Abendmahl" lautet der Titel des Deckengemäldes.

Auf der zweistöckige Empore befindet sich die um 1910 vom Orgelbauer E. Hofmann aus Hofheim geschaffene Orgel.

Der Kreuzweg wurde vom Maler Herrlein (3 Bilder gestiftet) gestaltet.

 

Auch ein Kreuzpartikel - mit Zertifikat vom 7. Januar 1746 - wird in unserer Kirche aufbewahrt; mit ihm wird bei bestimmten Anlässen der Segen erteilt.
Nachstehend ist eine Kopie der Originalurkunde abgebildet.

Kreuzpartikel
Kreuzpartikel
Zertifikat
Zertifikat zum Kreuzpartikel

 

Im hinteren Teil der Kirche befinden sich links die Heilige Barbara und rechts der Heilige Wendelin und der Heilige Dominikus mit Rosenkranz.

 

Hl-Maria
Hl. Maria und Hl. Dominikus mit Rosenkranz
 

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