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Gemeinfeld "Der Ort"

Gemeinfeld ist wie viele seiner Nachbarorte wendischen Ursprungs. Die Gründung fällt in die Zeit um 800, als die Wenden das Baunachtal besiedelten. Um 1231 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Gemeinfeld ist durch eine vielgestaltete fachwerkliche Baukunst sowie historischen Kleinoden gekennzeichnet, um deren Erhaltung sich auch das Landratsamt für Denkmalpflege einsetzt. Überreste einer alten Kirchhofbefestigungsmauer, als herausragendes Bauwerk des späten Klassizismus; das Schulgebäude, welches Ende des 19.Jahrhunderts erbaut wurde, sind Beispiele hierzu.

1232, als Ebern von der Urpfarrei Pfarrweisach getrennt wird, bleibt Gemeinfeld bei den Filialen von Pfarrweisach. Am 21.Oktober 1404 erhebt Fürstbischof Johann von Egloffstein, der Gründer der ersten Würzburger Universität, die bisherige Marienkapelle zur selbständigen Pfarrkirche.

"Bischof Johann trennt auf Bitten der Einwohner des Dorfes Gemeinfeld, die Kapelle Seu ecclesia BVM im Dorfe Gemeinfeld, Filialis ecclesiae parochialis in Ebern alias Weisach von der Mutterkirche mit Zustimmung des Pfarrers Johannes de Helb, erhebt sie zur selbständigen Pfarrei, deren Patronatsrecht dem Pfarrer zu Ebern-Pfarrweisach zustehen solle."

Aus der Julius-Echter-Zeit wird erwähnt, daß Gemeinfeld fürstbischöflicher Amtssitz war.

Der Lauf des Heimatflüßchens Baunach (der einstigen "bunaha") ist uralt, älter als der Lauf des Mains. Von Nord nach Süd bildete das Tal eine uralte Verkehrs- und Handelsstraße, die schon immer zu den bedeutendsten Verkehrswege des Reiches zählte.

Der Name Gemeinfeld entwickelte sich wahrscheinlich aus der Beschaffenheit der Bodenstuktur. "Gemeines Feld" (schlechter Boden) läßt auf den Ortsnamen schließen. Eine weitere Version sagt, daß der Name Gemeinfeld "Ort auf einem der Allgemeinheit gehörnden Feld" bedeuten könnte.

Majestätisch grüßt die schmucke Pfarrkirche "Mariä Geburt" die Besucher. Im 15. Jahrhundert wurde der Turm bis auf das Untergeschoß zerstört. Im Jahre 1737 Neubau der Kirche mit Turmerhöhung. Die Kirche steht an Stelle eines alten Schlosses. Früher war noch ein See, das Überbleibsel des Wallgrabens zu sehen, der das Schloß umzog. Wer die Kirche umschreitet, erkennt sogleich den mauerumfriedeten früheren Gottesacker, der um die Kriche führte, sowie den alten frühgotischen Teil im Turmuntergeschoß mit den Strebepfeilern und Spitzbogenfenstern im Gegensatz zu dem in späteren Jahrhunderten angebauten Teil des Langhauses im barocken Baustil.

In den Jahren 1989/90 wurde die Pfarrkirche im Innenraum renoviert und restauriert. Mit großen Aufwand wurden Bilder, das Deckengemälde sowie Heiligenfiguren renoviert; eine neue Heizung wurde ebenfalls eingebaut.

Ein weiteres altes Bauwerk ist das ehemalige Pfarrhaus, das aus dem Jahre 1686 stammt. Am Eingang erkennen wir das Wappen des Fürstbischofs Johann Gottfried H. von Guttenberg.

Seit der Gebietsreform ist Gemeinfeld ein Ortsteil der Marktgemeinde Burgpreppach. Vom Herrschenden Geist der Zeit durchdrungen, hat hier die neue Epoche ihre Flügel ausgebreitet und an der Struktur des Dörfchens gerüttelt.

 
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